Austausch von Bodenbelägen

 

Wenn in einer Wohnung der Teppichbelag durch einen Parkettbelag oder einen Fliesenbelag ersetzt werden soll, ist zu beachten, dass der Trittschallschutz der angrenzenden Wohnungen nicht verschlechtert werden darf.


Falls ein schwimmender Estrich vorhanden ist, wird durch den Austausch des Bodenbelags keine signifikante Änderung der Trittschalldämmung eintreten. Falls jedoch kein schwimmender Estrich oder kein mangelfreier schwimmender Estrich vorhanden ist, wird sich die Trittschalldämmung durch das Einbringen eines neuen Belags verschlechtern.


In den 70er Jahren sind viele Mehrfamilienhäuser ohne schwimmende Estriche erstellt worden, weil die erforderliche Trittschalldämmung mit Teppichbelägen realisiert wurde. Wenn heute der Teppichbelag durch Parkett ersetzt wird, tritt eine erhebliche Verschlechterung des Trittschallschutzes der benachbarten Wohnungen ein.


Daher ist es angezeigt, vor dem Einbringen eines neuen Belags zu klären, ob ein geeigneter schwimmender Estrich vorhanden ist. Sollte dies nicht der Fall sein, muss durch geeignete zusätzliche bauliche Maßnahmen sichergestellt sein, dass keine Verschlechterung der schalltechnischen Situation gegenüber dem ursprünglichen Zustand eintritt. Häufig reicht bereits eine unter den Hartbelag eingebrachte, schalltechnisch geeignete Dämmschicht aus, um den ursprünglichen Zustand nicht zu verschlechtern.

 

 

 

Geklebte Gipskarton-Vorsatzschalen

Häufig werden 'Gipskarton-Vorsatzschalen' nur punktweise mit Mörtel oder Kleber befestigt. Hierbei findet man beispielsweise die folgenden beiden Ausführungen:

a) Gipskartonplatten als so genannter Trockenputz direkt ohne Dämmschicht
b) Gipskartonplatten mit fest aufkaschierter Dämmschicht (mineralischer Faserdämmstoff oder Polystyrol)

werden jeweils an einer massiven Wand befestigt.

In beiden Fällen, insbesondere jedoch im Fall a) können sehr ungünstige Resonanzen entstehen, die sich auf die Luftschalldämmung sehr ungünstig auswirken. Hierdurch kann sich die Luftschalldämmung in ungünstigen Fällen um bis zu 8 dB verschlechtern, so dass beispielsweise die Anforderung an die Luftschalldämmung von Wohnungstrennwänden nicht eingehalten wird.

Derartige Wandkonstruktionen können sich aber auch auf die Übertragung von Installationsgeräuschen ungünstig auswirken.

Die Ursache liegt an den Resonanzfrequenzen die sich aufgrund des mehrschaligen Wandaufbaus (massive Wand + Zwischenraum + Gipskartonplatten) mit relativ steifen Dämmschichten in dem schalltechnisch sehr maßgeblichen Frequenzbereich befinden. Im Bereich der Resonanzfrequenzen ist die Dämmwirkung nicht vorhanden bzw. sogar negativ, wodurch sich die Schalldämmung stark verschlechtert.

Bei schalltechnisch richtiger Dimensionierung und Montage der Vorsatzschalen können sehr gute Verbesserungen der Schalldämmung erreicht werden und werden auch in Sanierungsfällen häufig mit Erfolg eingesetzt.

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