Saal mit Bühne

Planer, Ausführende Firmen, aber auch oft Bauherren, die mit der Bauwelt nicht vertraut sind – ihnen allen begegnen immer wieder die Begriffe „Bauakustik“ und „Raumakustik“. Die Erfahrung zeigt: Die beiden Themenbereiche werden oft verwechselt. Doch was ist was?

Die Bauakustik (häufig auch allgemein Schallschutz genannt) beschäftigt sich mit der Schallübertragung zwischen Räumen. Dies kann die Schallübertragung zwischen Wohn- oder Büroräumen, also gleichwertigen schützenswerten Räumen, aber auch gegenüber technischen oder gewerblichen Räumen sein. In Abhängigkeit der Art der betroffenen Räume werden unterschiedliche Anforderungen an den Schallschutz zwischen diesen Räumen gestellt. Ziel ist es eine gegenseitige Störung zwischen den betroffenen Räumen zu reduzieren, vollständig verhindern kann man sie meist nicht.

Die Raumakustik beschäftigt sich mit der Schallverteilung und der Schalldämpfung innerhalb eines Raumes. Durch die geeignete Wahl von Materialien für die Oberflächen eines Raumes (Boden, Wände, Decke, Einrichtungsgegenstände) lässt sich die gewünschte Schallverteilung und der gewünschte Höreindruck eines Raumes planen. Besonders wichtig ist dies bei allen Räumen, in denen Sprache oder Musik vor Publikum dargeboten wird. Aber auch in Besprechungsräumen und Büroräumen ist es wichtig Raummerkmale wie Nachhallzeit und Sprachverständlichkeit richtig einzustellen.

Durch raumakustische Maßnahmen lassen sich auch die Geräuschpegel von Neben- und Störgeräuschen reduzieren. Dies kann durch gezielte Maßnahmen am Entstehungsort (z.B. in einer Technikzentrale) aber auch im zu schützenden Raum geschehen. So kann durch raumakustische Maßnahmen der Schallschutz (Bauakustik) beeinflusst werden. Diese Tatsache bildet die Schnittstelle zwischen den beiden Themenbereichen.