Das leise Surren von Elektrofahrzeugen hört man doch sowieso nicht!

Derzeit wird heftig diskutiert, ob sich E-Autos deshalb an Tempo-Limits mit dem Zusatzschild „Lärmschutz“ halten müssen oder nicht. Einen Anstoß gab Österreich, dadurch dass dort seit Jahresbeginn für Elektrofahrzeuge statt Tempo 100 auf vielen Schnellstraßen und Autobahnen Tempo 130 gilt. Allerdings auch nur für einheimische Fahrzeuge, alle E-Fahrzeuge aus beispielsweise Deutschland müssen sich trotzdem an das Tempo 100 halten. Mal sehen was der europäische Gerichtshof dazu sagen wird?

Erste Gerichturteile Ende 2018 gingen in die Richtung, dass bei Überschreitung von Tempo-Limits PKWs mit Elektromotor die Verkehrssicherheit gefährden und so allgemeine Verkehrsregeln nicht mehr klar verständlich sind.

Unabhängig davon: Können Elektrofahrzeuge überhaupt pauschal als geräuschlos bezeichnet werden?

Untersuchungen zeigen, dass Elektroautos bei Geschwindigkeiten bis zu 30 km/h deutlich leiser sind als Verbrenner-PKWs. Mit steigendem Tempo nehmen jedoch die Abrollgeräusch der Reifen und Windgeräusche der Karosserie zu, sodass bei höheren Geschwindigkeiten eine vergleichbare Lautstärke wie von Verbrennern erreicht wird.

Gerade im städtischen Verkehrsbereich wären Fahrzeuge mit Elektromotor deutlich leiser unterwegs (darin eingeschlossen auch elektrisch angetriebene Mopeds und Motorräder), da herkömmliche Fahrzeuge durch häufiges „Stop-and-Go“ für hohe Lärmbelastung sorgen.

Insgesamt ist festzustellen, dass E-Fahrzeuge nicht lautlos sind, selbst bei geringen Geschwindigkeiten ist das Surren eindeutig zu hören. Allerdings natürlich deutlich leiser als Verbrenner-Fahrzeuge und deshalb müssen sich alle Verkehrsteilnehmer erst daran gewöhnen. Bei Geschwindigkeiten über 30 km/h sind dann die gleichen Geräusche, wie bei Verbrennern wahrzunehmen. Lärm durch Kavalierstarts und durch unsinnige Klappen an Auspuffanlagen entfällt bei E-Fahrzeugen vollständig, obwohl die Beschleunigung der E-Autos fast jeden leistungsstarken Verbrenner „alt“ aussehen lassen.