Die Probleme der Bauakustik und der Raumakustik werden häufig miteinander verwechselt.
Die Bauakustik (häufig auch allgemein Schallschutz genannt) beschäftigt sich mit den Problemen der Schallübertragung zwischen Räumen. Dies kann die Schallübertragung zwischen Wohn- oder Büroräumen, also gleichwertigen schützenswerten Räumen, aber auch zwischen technischen oder gewerblichen Räumen und schützenswerten Räumen sein. In Abhängigkeit der Art der betroffenen Räume werden unterschiedliche Anforderungen an den Schallschutz zwischen diesen Räumen gestellt. Ziel ist es eine gegenseitige Störung zwischen den betroffenen Räumen zu reduzieren, vollständig verhindern kann man sie meist nicht.

Die Raumakustik beschäftigt sich mit der Schallverteilung und der Schalldämpfung innerhalb eines Raumes. Durch die geeignete Wahl von Materialien für die Oberflächen eines Raumes (Boden, Wände, Decke, Einrichtungsgegenstände) lässt sich die gewünschte Schallverteilung und der gewünschte Höreindruck eines Raumes planen. Besonders wichtig ist dies bei allen Räumen, in denen Sprache oder Musik vor Publikum dargeboten wird. Aber auch in Besprechungsräumen und Büroräumen ist die richtige Raumakustik wichtig.

Durch raumakustische Maßnahmen lassen sich Neben- und Störgeräusche auch reduzieren, dies kann durch gezielte Maßnahmen am Entstehungsort (z.B. in einer Technikzentrale) aber auch im zu schützenden Raum geschehen. Hier kann also auch durch raumakustische Maßnahmen auch der Schallschutz verbessert werden, deshalb werden bauakustische und raumakustische Maßnahmen häufig verwechselt.